Das hat der sog. Öffentliche Beschäftigungssektor (ÖBS) in Berlin zum Ziel. Darüber hinaus sollen Menschen, die lange Zeit erwerbslos waren, die Gelegenheit bekommen, einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit mit einem Mindestlohn von 7,50€ nachgehen zu können, die ihnen auch liegt. Gleichzeitig bedeutet das auch eine Stärkung der kommunalen Infrastruktur, denn die Menschen nehmen viele Tätigkeiten wahr:

in soziokulturellen Zentren, Nachbarschaftshäusern oder Selbsthilfegruppen. Sie organisieren Schiebedienste für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer oder begleiten Menschen mit eingeschränkter Mobilität bei der Fahrt im ÖPNV. Sie helfen Kindern mit Migrationshintergrund bei den Hausaufgaben und unterstützen als Integrationslotsen und Dolmetscherinnen Eltern mit Sprachproblemen bei Ämterbesuchen oder Elternabenden in der Schule oder Kita. Über den ÖBS werden Sozialmärkte für einkommensschwache Familien organisiert oder Kinderbetreuung außerhalb der Kitaöffnungszeiten angeboten.

Viele Politikerinnen und Politiker wenden sich nun in einem Offenen Brief an die Arbeits- und Sozialministerin Dr. von der Leyen, um den ÖBS weiter zu erhalten. Mit ihrer Idee von sog. „Bürgerarbeit“ könnte möglicherweise die Idee des ÖBS ausgehebelt werden.