Die hohe Aktualität der Themen Asyl und Einwanderung ist nur ein Grund, sich mit diesen auch auf lokaler Ebene auseinanderzusetzen: Zum einen werden derzeit bundesweit menschwürdige Unterbringungsmöglichkeiten für geflüchtete und asylsuchende Menschen gesucht. An vielen Orten, wo vorübergehend Heime entstehen, werden rassistische Ressentiments und diskriminierende Proteste ganz offensichtlich, z.T. durch rechtspopulistische und neonazistische Gruppierungen initiiert, bis hin zu agressiven Übergriffen. Zum zweiten sind latenter Rassismus und Diskriminierungen alltägliche Realitäten, auch jenseits der medialen Aufmerksamkeit.

Gerade auf lokaler Ebene können Menschen gegen Rassismus und Diskrimierung aktiv werden, ob im Stadt- oder Gemeinderat, in einer Initiative, in der Einwohner_innenversammlung oder auf der Straße – vor allem mit Taten und guten Argumenten. Zahlreiche Initiativen und Organisationen haben bereits Informationen und Argumentationshilfen zusammengestellt, manchmal mit lokalem Bezug, die sich aber gleichermaßen auch auf andere Kommunen übertragen lassen:

Nicht zuletzt: Viele weitere lokale Möglichkeiten, z.B. Veränderungen in der Verwaltung oder in der eigenen Kommune, werden für Mandatsträger_innen und engagierte Menschen in dem neuen, neunten Band der Reihe „Crashkurs Kommune“ „Realität Einwanderung – Kommunale Möglichkeiten der Teilhabe, gegen Diskriminierung“ von Koray Yılmaz-Günay und Freya-Maria Klinger dargestellt.